30 Städte wollen Mini-Europa haben

Etwa 30 Städte in Belgien und auch aus dem Ausland haben sich bereit erklärt, die Brüsseler Touristen-Attraktion Mini-Europa bei sich aufzunehmen, falls diese tatsächlich Ende August ihren heutigen Standort am Messekomplex im Heizel-Park räumen muss.

Der weltberühmte Freizeitpark Mini-Europa wird wohl Ende August 2013 seinen angestammten Standort in Brüssel verlassen müssen, denn die Stadt will die Konzession dafür nicht mehr verlängern. Grund dafür sich Pläne für die Errichtung eines weiteren Geschäftszentrums und für den Bau von neuen Wohnungen.

Thierry Meeus, der Geschäftsführer von Mini-Europa, teilte mit, dass sich verschiedene Städte aus dem In- und Ausland bei ihm gemeldet hätten, die die Attraktion zu sich holen möchten: „Wir empfangen Anfragen von ziemlich überall. Von den rund 30 Anfragen kommen etwa die Hälfte aus Belgien, vornehmlich aus Flandern, und die anderen sind aus dem Ausland.“

Städte aus Griechenland, aus Russland, aus der Ukraine und sogar aus Aserbeidschan sollen angeblich die rund 300 Modelle kaufen wollen, die etwa 80 berühmte Standorte aus ganz Europa darstellen, so Meeus. Am konkretesten scheint ein Angebot aus Lüttich zu sein, denn darüber hatte noch am Montag der dortige Stadtrat debattiert. Laut Thierry Meeus wird der Verwaltungsrat von Mini-Europa in den kommenden Tagen eine Delegation aus Lüttich treffen, um die Sachlage zu besprechen.

Was nun?

Der Verwaltungsrat von Mini-Europa steht nun vor der Frage, was mit den Inhalten der Attraktion geschehen soll.

Entweder werden die Modelle an einen neuen Betreiber veräußert oder die gesamte Infrastruktur wird beibehalten und zieht in seiner jetzigen Form in eine andere Stadt um, wobei die rund 50 Arbeitsplätze (Teilzeit und Vollzeit) erhalten bleiben können.

Jährlich besuchen über 300.000 Touristen Mini-Europa, wodurch die Attraktion Gewinne abwirft und ein lukratives Unternehmen ist.