Was verändert sich ab 1. Mai in Belgien?

So einiges wird sich ab heute ändern. Neue Gesetze treten in Kraft, andere Vorschriften müssen weichen. Lesen Sie hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Veränderungen in unserem Land.

Europäischer Motorradführerschein

Der belgische Motorradführerschein wird ab diesem 1. Mai durch einen europäischen Führerschein ersetzt. Dies bedeutet für Motorradfahrer wichtige Änderungen. Ein Führerschein für die Hochleistungsklasse kann jetzt nur noch stufenweise erworben werden.

Die erworbene Fahrerlaubnis bleibt zunächst eingeschränkt. Mit 16 Jahren kann man einen Führerschein der neuen Klasse AM (bislang A3) machen. Erst nach zwei Jahren darf man mit leistungsstärkeren Maschinen auf die Straße. Alle zwei Jahre kann man eine Prüfung ablegen, bis man mit 22 Jahren den Führerschein der Klasse A erwerben darf. Insgesamt sind 4 Stufen anstelle der bislang nur drei eingeführt worden: AM, A2, A1 und A. Wer 24 Jahre ist, kann natürlich direkt einen Führerschein für größere Maschinen, also der unbeschränkten Klasse A, in einem machen.

Um einen Führerschein in einer neuen A-Klasse zu erwerben, muss eine bestimmte Zahl an Fahrstunden in einer Fahrschule absolviert und eine Fahrprüfung abgelegt worden sein. Für einen A2-Führerschein bedarf es allerdings nicht zwingend einen Führerschein der leistungsschwächsten Kategorie.

Bus in Hasselt ist nicht mehr kostenlos

Wer in Hasselt den Bus nimmt, muss ab 1. Mai für seine Fahrt bezahlen. Die Stadt hat dies Mitte April entschieden, weil sie sparen muss, um wieder einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen zu können. Künftig kostet also eine Busfahrt in der Limburger Hauptstadt 60 Cent. Nur Jugendliche bis 19 Jahre dürfen noch umsonst den Bus nehmen.

Die Gratisbusse wurden im Sommer 1997 eingeführt und waren eine Initiative des damaligen Bürgermeisters Steve Stevaert (SP.A).

Brüsseler Nahverkehrsgesellschaft nicht mehr kostenlos für über 65-Jährige

Ab dem 1. Mai können über 65-Jährige auch nicht länger kostenlos mit den Bussen, Straßenbahnen und U-Bahnen der öffentlichen Nahverkehrsgesellschaft MIVB in Brüssel fahren.

Ab heute sind ihre bisherigen Abonnements ungültig. Ein Jahresabonnement kostet sie in Zukunft 60 Euro.

Taxisfahrten in Brüssel werden teurer

Daneben werden auch die Taxifahrten in Brüssel für uns alle teurer. Die Brüsseler Taxitarife steigen von 1,66 Euro auf 1,80 Euro pro Kilometer an. Grund ist eine Indexierung. Diese Veränderung gilt aber nur innerhalb der 19 Brüsseler Stadtteile.

Alle anderen Kosten für Taxidienste bleiben unverändert: So auch der feste Taxigrundpreis von 2,40 Euro, das Wartegeld von 30 Euro pro Stunde und der Nachtzuschlag von 2 Euro. Fahrten außerhalb der 19 Brüsseler Stadtteile kosten nach wie vor 2,70 Euro pro Kilometer.

Dienstleistungsschecks im Wert von 7,50 Euro gelten nicht mehr

Dienstleistungsschecks, die letztes Jahr noch für einen Wert von 7,50 Euro gekauft wurden, dürfen ab dem 1. Mai nicht mehr verwendet werden. Das liegt an der Preiserhöhung, die ab dem 1. Januar dieses Jahres durchgeführt wurde. Seither kostet ein Dienstleistungsscheck, mit dem wir unsere vom belgischen Staat subventionierte Haushaltshilfe entlohnen, 8,50 Euro für eine Stunde.