Belgier essen weniger aber bewusster Fleisch

Nach einer Umfrage bei 5.000 Haushalten, die durch das flämische Zentrum für Agrar- und Fischmarketing (VLAM) in Auftrag gegeben wurde, verzehren die Verbraucher in Belgien auch krisenbedingt weniger Fleisch. Der Konsum ist auf Jahresbasis um 3,6 % zurückgegangen.

Im vergangenen Jahr haben die Belgier pro Kopf 30,4 kg Fleisch konsumiert, inklusive Geflügel, Kaninchen und Wild. Das ist ein Rückgang gegenüber 2011 um "satte" 3,6 %.

Die am meisten in Belgien am heimischen Tisch verzehrten Fleischsorten sind in der Rangfolge nach der VLAM-Studie, die das GfK PanelServices Benelux durchführte, Schweinefleisch, Huhn, Rindfleisch, Kalbfleisch und Lamm- bzw. Schafsfleisch. Letzteres und Putenfleisch werden in letzter Zeit offenbar häufiger verzehrt, auch wenn beide Fleischsorten in Belgien eher einen kleinen Marktanteil darstellen.

Im Vergleich zwischen Fleisch und Fisch fällt auf, dass in unserem Land doch lieber Fleisch gegessen wird. 2012 lag der Konsum von Fleischprodukten bei 87,7 % und der Verbrauch von Fisch bei nur 12,3 %.

Frischfleisch bleibt bei weitem das beliebteste Produkt, denn nur 4,6 % des in Belgien konsumierten Fleisches kommt aus der Kühltruhe. Interessant ist auch, dass die belgischen Fleischkonsumenten heute "chauvinistisch" kaufen, denn sie erwerben mehr und mehr Produkte aus dem eigenen Land.