Güterwaggons explodiert - 1 Toter, viele Verletzte

In Schellebelle ist seit dem frühen Samstagmorgen der Katastrophenplan in Kraft getreten. Bei einem schweren Güterzug-Unglück in der Nacht zum Samstag, das sich zwischen Schellebelle und Wetteren unweit der Stadt Gent ereignete, fingen die Waggons sofort Feuer und es gab mehrere Explosionen. Der Güterzug hat chemische Produkte geladen. Alle Bewohner im Umkreis von 500 Metern wurden evakuiert. Fünf Menschen wurde danach unwohl. Sie mussten in ein Krankenhaus gebracht werden. Inzwischen ist auch bekannt, dass ein Mensch starb und 17 weitere Personen verletzt wurden.

Die Feuerwehr lässt die Waggons kontrolliert ausbrennen. Das sei die sichereste Art und Weise, weil ein Löschen des Feuers giftige Dämpfe freisetzen könnte.

Die Einwohner der Altstadt von Wetteren, in Schellebelle und in Serskamp werden gebeten, aus Vorsicht in ihren Häusern zu bleiben und Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Erste Messungen in den Häusern waren negativ.

Zwei Auffangzentren wurden vorübergehend für die Evakuierten eingerichtet.

Der Katastrophenplan soll auch am Samstagmittag weiter in Kraft bleiben. Gouverneur Jan Briers vermutet, dass das kontollierte Ausbrennen der Waggons noch sicher bis Samstagabend andauern werde. Löschwasser mit Spuren der giftigen Stoffe ist inzwischen in die Kanalisation gelangt.

Ersten Informationen zufolge sei der Güterzug aus den Niederlanden aus bislang noch ungeklärten Gründen in Schellebelle entgleist und habe dann Feuer gefangen. Der Zug war unterwegs zum Hafen von Gent. Inzwischen sind Ermittlungen eingeleitet worden.

1 Toter, 17 Verletzte

Unterdessen ist bekannt geworden, dass das Zugunglück in Wetteren einen Toten und 17 Verletzte zur Folge hat. Das hat der Presseservice der Provinz Ostflandern mitgeteilt. Zunächst hatte Jan Briers, der Gouverneur von Ostflandern, auf einer Pressekonferenz gesagt, dass es 2 Tote gegeben habe. Es ist auch noch nicht zu 100 Prozent sicher, ob der Tote tatsächlich an den Folgen des Unglücks gestorben ist. Die entwichenen giftigen Dämpfe könnten zum Tod geführt haben.