Hauptverdächtiger im Diamantenraub streitet alles ab

Der Franzose, der unter dem Verdacht steht, im Februar am spektakulären Bankraub auf dem Flughafen in Zaventem beteiligt gewesen zu sein, streitet alle Anschuldigungen ab. Das hat sein Anwalt mitgeteilt. Bei den Hausdurchsuchungen Anfang der Woche wurden nach Polizeiangaben 31 Personen verhaftet.

Der Hauptverdächtige, offenbar ein 43-jähriger Franzose, wurde in Frankreich verhaftet und sechs weitere in der Schweiz. Die restlichen Verhaftungen fanden in Belgien statt.

Der Franzose weist jedoch alle Anschuldigungen zurück und wartet ungeduldig auf seine Auslieferung an Belgien, um seine Unschuld zu beweisen, so sein Anwalt.

Der Mann stammt aus der Moselregion und besitzt Güter in Metz, Antibes und in Cannes, sowie in Casablanca, Marokko, wo er seinen Wohnsitz hat. In Marokko selbst betreibt er ein Restaurant und ein Limusinenunternehmen.

Die Gerichtspolizei von Nancy hat den Hauptverdächtigen am Dienstag in Ars-sur-Moselle festgenommen. In seinem Porsche befanden sich 60.000 €, deren Herkunft er nicht stichhaltig erklären konnte. In Frankreich wurde er bereits wegen Diebstahl zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.
 

Am 19. Februar hatten acht maskierte Gangster mit mehreren Fahrzeugen einen Zaun am Brüsseler Nationalflughafen von Zaventem durchbrechen können und eine Maschine der schweizerischen Fluggesellschaft Swiss überfallen, die gerade eine Ladung Diamanten von der Sicherheitsfirma Brinks übernommen hatte.Das Foto zeigt eine schematische Darstellung des Überfalls.

Dabei machte die Bande eine Beute von rund 37 Millionen €.