Colruyt verstößt gegen Tabakgesetze

Das Unternehmen NV Etablissementen Frans Colruyt, Betreiber der Colruyt-Supermärkte, ist des unerlaubten Verkaufs von Tabakwaren für schuldig befunden worden. Das Brüsseler Strafgericht hat das Unternehmen NV Etablissementen Frans Colruyt zu einer Geldbuße von 270.000 Euro verurteilt.

Colruyt, so urteilte der Richter, hat Tabakwaren unter dem versteuerten Preis verkauft, Mengenrabatte und an bestimmten Tagen Preisermäßigungen und so genannte "Jugendlager"-Rabatte bewilligt.

Der Verteidigung zufolge habe ihr Mandant die Preisermäßigungen als Teil des Verkaufsvorgangs betrachtet. und nicht als Reklame. Dieses Argument ließ der Richter jedoch nicht gelten, da das Gesetz Tabakreklame als Mitteilung oder Handlung jeder Art definiere, die den Verkauf fördere.

Das Colruyt-Unternehmen wurde zu einer Geldbuße von 270.000 Euro verurteilt.

NV Colruyt Group Services wurde freigesprochen, nachdem nicht erwiesen werden konnte, dass dieses zweite Unternehmen die Preis- und Werbestrategie von Colruyt festlegt.
 

Colruyt erwägt Einspruch

Die Supermarktkette Colruyt hat stets behauptet, keine Tabakreklame machen zu wollen, und erwägt, gegen das Urteil des Brüsseler Handelsgerichts in Berufung zu gehen.