Häuser werden erneut überprüft

Provinzgouverneur Jan Briers will alle Häuser in Wetteren, deren Bewohner nichts von sich hören lassen haben, erneut überprüfen lassen, um Gewissheit über deren Sicherheit zu verschaffen. Am Freitagabend hatten 500 Bürger einer ersten umfassenden Informationsversammlung beigewohnt.

Die Behörden konnten den Anwesenden einen sehr detaillierten Lagebericht schildern. Es durften auch Fragen gestellt werden.

Von 300 Verletzten nur noch 3 im Krankenhaus

Die meisten Fragen betrafen eventuelle gesundheitliche Folgen und Entschädigungen.

Für Letztere will Infrabel, der Betreiber der Schienennetzes, aufkommen und die Kosten der Evakuierung, die den Anwohnern entstanden sind, übernehmen.

Nach Ablauf sagte Provinzgouverneur Briers der Nachrichtenagentur Belga, dass er alle Häuser überprüfen lassen will, deren Bewohner sich nicht gemeldet haben.

Die Behörden wollen sich Gewissheit verschaffen, dass es keine weiteren Toten bei dem Zugunglück mit einem Chemietankwaggon gegeben hat. Bislang ist ein Mann an den Folgen der Giftgaswolke in seinem Haus gestorben. 

Von den dreihundert Personen, die nach der hochgiftigen Gaswolke ins Krankenhaus eingeliefert worden waren, brauchen noch 3 ärztliche Versorgung.

Bergungsarbeiten gehen weiter

Der Gouverneur teilte mit, dass die laufenden Messungen am Ort der Katastrophe ermutigende Ergebnisse lieferten: Es sind fast nirgendwo überhöhte Konzentrationen von Giftstoffen festgestellt worden.

Am Samstag werden die Bergungsarbeiten fortgesetzt, nachdem gestern bereits zwei Waggons leer gepumpt worden sind.

Heute werden die drei Lokomotiven des Zuges abgeschleppt. Am Sonntag soll der Tankwagon mit dem hochgiftigen Gas in Angriff genommen werden. Im Kontakt mit Sauerstoff explodiert das Gas. Die Bergungsfirma will das Gas aus dem Waggon kontrolliert verbrennen lassen.