"Crazy Trip" mit der Armee

Die belgische Armee wird in Kürze eine großangelegte Übung zur Evakuierung von Menschen in Krisengebieten durchführen. 1.300 Soldaten und 250 Privatbürger, die als Statisten eingesetzt werden, sollen an der Übung teilnehmen. Das hat das belgische Verteidigungsministerium am Montag bekannt gegeben. Die Übung wurde "Crazy Trip" getauft.

Die Übung findet in einem fernen fiktiven Land statt, das in einer schweren Krise steckt. Zwischen dem 27. und 31. Mai werden also Soldaten in verschiedenen Provinzen, darunter Ostflandern, Namur und Hennegau, die Evakuierung von Belgiern in Krisengebieten üben. Zum Einsatz werden auch C130-Maschinen kommen. Ziel der Übung mit dem Namen "Crazy Trip" ist es, Abläufe und Techniken für den Fall zu präzisieren, dass Belgier im Ausland repatriiert werden müssen.

Um die Übung so echt wie möglich erscheinen zu lassen, werden 250 Zivilisten gebeten, in die Rolle der Evakuierten zu schlüpfen.

Auch das Außenministerium wird an der Übung teilnehmen. Es wird eine Botschaft in dem fiktiven Land aufstellen.

Das Vertreidiungsministerium hat jetzt schon einmal eine kostenlose Telefonnummer bekannt gegeben, bei der man eventuelle Schäden oder den Fund von zurückgelassener Munition melden kann. Die Nummer lautet: 0800/99831.

In der Vergangenheit hatte die belgische Armee schon des öfteren Landsleute aus Krisengebieten, vor allem aus Zentralafrika, evakuieren müssen. Die Armee hat permanent eine Einheit stand-by stehen, um sie, falls nötig, weltweit einsetzen zu können.