Belgischer Job für US-Botschafter Gutman

Die belgische Gastanker-Reederei Exmar wird den bald aus seinem Amt scheidenden US-Botschafter in Brüssel, Howard Gutman (Foto), in den Verwaltungsrat aufnehmen, wie das flämische Wirtschaftsblatt De Tijd meldet. Gutman verlässt im diesem Sommer sein Amt.

Exman hat Gutman angeworben, wegen dessen exzellenten Kontakten zur Wirtschaft in den USA. Für Exman ist zum Beispiel wichtig, wie sich die Gewinnung von Schiefergas durch Fracking in Belgien entwickelt, eine Energiequelle, die in den Vereinigten Staaten sehr im Trend liegt. Dieses gas soll mit Exmar-Tankschiffen transportiert werden.

Doch Gutman kann erst für Exmar tätig werden, wenn er nicht mehr amerikanischer Botschafter ist. Vorher wäre diese Tätigkeit für einen Botschafter unvereinbar. Die Meldung, dass der in den USA und in Belgien sehr beliebte und bekannte Botschafter bei Exmar tätig werden soll, war eine Überraschung. Doch Exmar-CEO Nicolas Savereys wollte in erster Linie die Aktionäre des Unternehmens informieren.

Die US-Regierung kündigte in der vergangenen Woche an, dass amerikanisches Gas ins Ausland exportiert werden könne. Einem umfangreichen Export von Gas stimmte das Parlament zu. Hiervon erhofft sich Exmar neue Transportaufträge. De Tijd zitierte Exmar-CEO Savereys mit den Worten: „Mit seiner (Gutmans - a.d.r.) Hilfe können wir Zugang zu verschiedenen Büros in den Gängen des Weißen Hauses bekommen.“