Letzte Evakuierte aus Wetteren wieder zu Hause

Die letzten nach dem Zugunfall von Wetteren evakuierten Anwohner können in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren. Nur ein Ehepaar, das in unmittelbarer Nähe des Chemieunfalls wohnt, muss noch abwarten. Ihr Haus muss wohl vollständig renoviert werden.

Mehr als zwei Wochen, nachdem ein Güterzug mit Chemietankwaggons in Wetteren entgleiste und in Brand geriet, können die letzten aus ihren Wohnungen evakuierten Anwohner zurück nach Hause kehren. Allerdings müssen zwei Personen noch auf die vollständige Renovierung ihres Hauses warten, denn ihr Anwesen befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Unfallort. Haus und Garten sind von chemischen Rückständen und Löschwasser verseucht.

Die Umweltbehörde des flämischen Bundeslandes Flandern, OVAM, arbeitet unterdessen fieberhaft an der Bodensanierung rund um die Unfallstelle. Dort wird der Boden bis auf einen Meter tiefe angetragen und die verseuchten Erde wird abtransportiert und als Sondermüll deklariert. An der Unfallstelle wird die OVAM zudem eine Kläranlage für das Grundwasser errichten. Danach kann mit dem Wiederaufbau der Schieneninfrastruktur begonnen werden.

Die Erdarbeiten laufen seit dem vergangenen Montag. Zuvor mussten die entgleisten und verseuchten Reste der Tankwaggons zerschnitten und entsorgt werden und auch die zerstörten Gleisanlagen wurden mitsamt Oberleitung abgebaut, verschrottet und als Sondermüll abgefahren.