Belgien bekommt neues Fußballnationalstadion

Die Brüsseler Regierung will ein neues Fußballnationalstadion auf dem Parkplatz C des Heizelgeländes im Norden Brüssels. Das Gelände liegt zwischen den Heizelgebäuden und dem Brüsseler Ring. Der Parkplatz C ist Eigentum von Brüssel, liegt aber auf dem Territorium von Grimbergen. Das heutige Koning Boudewijnstadion soll abgerissen werden, wenn die Pläne realisiert werden.

Ministerpräsident Rudi Vervoort (PS) kündigte die Pläne auf einem Seminar seines Regierungsteams in Ostende an. Der Neubau ist Teil eines Projekts, bei dem das gesamte Heizelgelände neu gestaltet werden soll.

Mit dem neuen Stadion will Brüssel auch für die Europäischen Fußballmeisterschaften 2020 kandidieren. Möglicherweise werden die Meisterschaften auf rund 12 verschiedene Länder verteilt. Eigentümer des Parkplatzes C ist die Stadt Brüssel, aber der Platz liegt auf dem Terrain von Grimbergen in Flämisch-Brabant. Die Region Brüssel Hauptstadt wird sich also mit der Region Flandern zusammensetzen müssen.

Das heutige König Boudewijnstadion (kleines Foto) soll laut den Plänen neuen Wohnungen weichen. Mindestens 15 Prozent davon sollen Sozialwohnungen werden. Die Stadt Brüssel äußerte sich zufrieden mit den Entschlüssen der Brüsseler Regierung in dieser Sache.

"Das ist ein starkes Signal im Hinblick auf die Europäischen Fußballmeisterschaften 2020, das Neo-Projekt für die Nutzung des Heizelgeländes und die internationale Ausstrahlung Brüssels und des gesamten Landes", so Bürgermeister Freddy Thielemans (PS) und die Stadtbeiräte von Brüssel in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

"Das Stadion soll ein multifunktionelles Stadion werden, ein Stadion für die Hauptstadt von Europa", so der Stadtbeirat Alain Courtois (MR).

Tramstrecke bis zum Tour & Taxis-Gelände

Was das Gelände von Tour & Taxis betrifft, auf dem Büros und Wohnungen angelegt werden sollen, so legte sich die Regierung auf die künftige Straßenbahnstrecke fest. Diese soll vom Nordbahnhof über die Picardbrücke zum Tour & Taxis-Gelände verlaufen.

Das Reyersgelände will die Regierung zu einem Mediendorf umgestalten. Dort sollen aber auch noch Wohnungen entstehen.

Schaarbeek-Josaphat ist für Wohnraumbeschaffung vorgesehen.

Entlang des Kanals soll eine Wirtschaftszone eingerichtet werden. In dieser Gegend soll auch ein Museum für moderne und zeitgenössische Kunst entstehen.