Bleibt das Frühjahr kalt, steigt die Gasrechnung

Auch am letzten Wochenende des Wonnemonats Mai blieben die Temperaturen auch in Belgien frisch. Nicht wenige Zeitgenossen haben deshalb hin und wieder ihre Heizungen angeschaltet. Doch diese mollige Frühjahrswärme in den eigenen vier Wänden kostet Geld: Durchschnittlich rund 146 € pro Haushalt.

Die niedrigen Temperaturen in den ersten fünf Monaten dieses Jahres können die Gasrechnungen der privaten Haushalte in Belgien deutlich in die Höhe schießen lassen. Nach Berechnungen des Energieproduzenten Lampiris könnte dies durchschnittlich rund 146 € zusätzlich kosten.

Die flämische Tageszeitung De Standaard meldete dazu in ihrer Montagsausgabe, dass die Energiekunden für ihr Gas zwischen Januar und Mai im vergangenen ungefähr 509 € zahlten. Dieses Jahr könnte der durchschnittliche Rechnungsbetrag für diesen Zeitraum bei etwa 655 € liegen: 146 € bzw. 29 % zusätzlich.

Die Temperaturen lagen in den vergangenen fünf Monaten deutlich unter den Durchschnittswerten. Vor allem im zu Ende gehenden Wonnemonat Mai stieg der Gasverbrauch in Belgien im Vergleich zum Vorjahr deutlich an. Nach Angaben von Lampiris lag der Verbrauch dieses Jahr rund 88 % höher, als in normalen Jahren und 43 % höher, als letztes Jahr. Der Mehrverbrauch von Gas in Belgien lag im zurückliegenden Winter um 8 bis 10 % höher als letztes Jahr.

Die Rechnung steigt in jedem Fall...

Abgeschwächt werden die Werte durch die Tatsache, dass die Gasrechnungen auf einen ganzen Jahresverbrauch berechnet werden, was eine um 5 % höhere Gasrechnung für 2012 bedeutete. Doch auch die Jahresrechnung für das laufende Jahr wird wohl für die Verbraucher in Belgien höher ausfallen, was die Lampiris-Berechnungen deutlich erahnen lassen.