Angel- und Fischverbot auf der Schelde aufgehoben

Ab dem kommenden ersten Juniwochenende darf am Ufer der Schelde zwischen Merelbeke und Dendermonde und an einigen Nebenflüssen wieder geangelt und gefischt werden. Im Zuge des Unfalls mit einem Chemiegüterzug in Wetteren vor einigen Wochen war kontaminiertes Löschwasser in den Fluss gelaufen, was das Angelverbot erforderte.

Am 4. Mai war in Wetteren ein Zug mit Tankwaggons, die Acrylnitril geladen hatten, entgleist. Mehrere Tankwaggons gerieten dabei in Brand und mussten gelöscht werden. Große Mengen von mit dem ätzenden chemischen Produkt kontaminierten Löschwasser flossen in die nahegelegene Schelde, als die entsprechenden Abwasserauffangbecken vollgelaufen waren.

Danach wurde auf einem 35 km langen Teilstück zwischen der Gezeitenschleuse in Merelbeke und der Mündung der Dender in die Schelde auf Höhe von Dendermonde ein Angel- und Fischverbot erlassen, das so lange galt, wie die Natur brauchte, das Acrylnitril abzubauen. Aktuelle Messungen der flämischen Landesagentur für Natur und Wald zeigen auf, dass keine Gefahr mehr besteht.

Dirk Bogaert von der Agentur gab gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion zu verstehen, dass der Angelsaison ab dem 1. Juni an den Ufern der Schelde nichts mehr entgegensteht: „Auf Basis der Angaben durch das Monitoring und der Analysen, die uns zur Verfügung stehen, können wir sagen, dass keine Gefahr mehr besteht. Wenn die neue Angelsaison beginnt, dann dürfen auch von hier aus die Fische wieder mit nach Hause genommen werden.“