OECD: "Belgien ist 2015 strukturell ausgeglichen"

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, OECD, zeigt sich in ihrem jüngsten Bericht zufrieden mit den Sparmaßnahmen, die Belgien ergriffen hat, um die Haushaltspolitik innerhalb der kommenden beiden Jahre strukturell ins Lot zu bringen. Aber, genau, wie die EU, geht die OECD von weniger Wachstum in unserem Land aus.

Im Gegensatz zur EU-Kommission ist die OECD in ihren Prognosen und Analysen sehr wohl zufrieden mit dem, was Belgien in letzter zum Ausgleich der Haushaltspolitik geleistet hat.

Im Bericht zu den Sparmaßnahmen Belgiens, der am Mittwoch veröffentlicht wurde, heißt es dazu u.a.: „Der Haushalt 2013 und ein zusätzliches im März verabschiedetes Sparpaket führen zu einem strukturellen Ergebnis in Höhe von 1% des Brutto-Inlandsprodukts (BIP). Für 2014 wird ein zusätzliches Sparvolumen von 0,5 % des BIP erwartet, was den Zielsetzungen der Regierung für einen strukturellen Ausgleich des Haushalts 2015 entspricht.“

Aber, auch die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung schraubt die wirtschaftlichen Erwartungen für Belgien forsch nach unten. Noch im November 2012 ging die OECD von einem Wirtschafts-Wachstum von 0,5 % für 2013 aus. Doch jetzt erwartet die OECD, genau, wie die Belgische Nationalbank (BNB) und die EU-Kommission, eine Nullrunde für unser Land. Die OECD führt dies darauf zurück, dass die Aktivitäten der hiesigen Wirtschaft nach dem Einbruch im vergangenen Jahr noch nicht wieder auf vollen Touren dreht und führt die nur schwerlich in Gang kommende Ausfuhr und die stagnierende Nachfrage im eigenen Land als Gründe dafür an.

Wie sieht es für 2014 aus?

Die Prognosen von Seiten der OECD und der EU-Kommission für nächstes Jahr wurden ebenfalls nach unten korrigiert. Noch letztes Jahr ging man von einem Wachstum um 1,6 % für Belgien aus und jetzt liegen die Erwartungen bei + 1,1 % bei der OECD und bei + 1,2 % bei der EU.