Flandern hat ein neues Integrations-Dekret

Das belgische Bundesland Flandern hat ein neues Dekret zur Einbürgerung und zur Integration erlassen. Die Abgeordneten des flämischen Landesparlaments nahmen mit den Stimmen der Mehrheit eine Regelung an, die von Einwanderern Sprachen- und gesellschaftskundige Kenntnisse verlangt.

Neuankömmlinge in Flandern erhalten nur noch eine Einbürgerungsbescheinigung, wenn sie nach Sprachkursen in Niederländisch gute Resultate vorlegen können und wenn sie auch am Ende von Unterrichten zur gesellschaftlichen Orientierung beweisen können, dass sie das Land verstehen, in dem sie leben wollen. Ziel ist zum Beispiel, dass Einbürgerungskandidaten Niederländisch als zweite Sprache gut beherrschen.

Flanderns Landesminister für gesellschaftliche Integration, Geert Bourgeois (Foto) von den Nationaldemokraten N-VA hatte den Text für das neue Dekret eingebracht und macht für die Anpassung der erforderlichen Kurse 12 Mio. € frei.

Einwanderer aus Ländern, die nicht zur Europäischen Union gehören, mussten auch vorher schon einem Integrationsweg zurücklegen, doch hierbei waren die Belege, die sie vorlegen mussten, eher unverbindlicher Natur. Sie Kandidaten für eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung im belgischen Bundesland Flandern mussten lediglich belegen, dass sie oben erwähnten Kursen beigewohnt hatten. Durch das neue Dekret ist die Erlangung der Einbürgerungsakte leistungsgebunden.