Paläontologe aus Belgien entdeckt frühesten Vogel

Ein Paläontologe des Königlich-Belgischen Instituts für Naturwissenschaften (KBiN) hat gemeinsam mit chinesischen, italienischen und britischen Kollegen den bisher ältesten Vorläufer der Vögel entdeckt. Dieser Vogel wird Aurornis xiu genannt, lateinisch für „das Morgenrot des Vogels“.

Durch die Entdeckung des Aurornis xiu wird der bisher als Urvogel bekannte Archeoptrix von seinem angestammten Thron gestoßen. Er ist mit der neuen Entdeckung rund 10 Millionen Jahre jünger, als der aktuelle Urvogel.

Fossiliensammler fanden in der Tiaojishan Formation in der nordost-chinesischen Provinz Liaoning das Fossiel des Aurornis, in dem sogar noch Reste von Federn erhalten waren. Ein internationales Team von Paläontologen untersuchte den Fund unter der Leitung des Belgiers Pascal Godefroid (KBIN) und stellte fest, dass der Vogel zwischen 165 und 155 Mio. Jahre alt war.

„Das Tier war etwa 50 cm groß und konnte vermutlich auch gut laufen. Kleine Zähne im Schnabel lassen vermuten, dass es sich dabei um einen Insektenfresser handelt“, so Godefroid.

Besonders umfangreiche Analysen der Entwicklungsgeschichte der Organismen ergaben, dass dieses Tier an der Wiege der Entstehung der Vögel, also die Basis für den Vogelstammbaum bilden muss, wie der belgische Paläontologe erzähl: „Es ist besonders schwer, den richtigen Unterschied zwischen einem Dinosaurier und einem Urvogel festzustellen. Unsere Studien bestätigt zudem, dass der typische Vogelflug nur einmal entstanden ist und zwar innerhalb des so genannten Paraves, einer Gruppe, die sowohl gefiederte Dinosaurier, als auch Urvögel umfasst.“