Auch Abkommen bei den Ford-Zulieferern

Die Arbeitnehmer-Vertreter der vier Zulieferbetriebe für das Ford-Werk in Genk in der flämischen Provinz Limburg haben ein kollektives Arbeitsabkommen für den Moment unterzeichnet, wenn der Standort Ende 2014 geschlossen wird.

Am Samstagmorgen haben die Gewerkschaftsvertreter der vier für das Ford-Werk in Genk aktiven Zulieferbetriebe SML, Lear, IAC und Syncreon im Rathaus der limburgischen Industriestadt (kleines Foto) endlich ihr lange erwartetes kollektives Arbeitsabkommen für die Zeit nach der Werksschließung unterzeichnet.

Diese Unternehmen sind um das belgische Ford-Werk im Industriegebiet von Genk angesiedelt und wenn Ford diesen Standort Ende 2014 schließt, haben auch diese Firmen keine Zukunft mehr.

Doch jetzt wissen die Belegschaften endlich, wie mit ihnen verfahren wird. Fragen zu den finanziellen Garantien werden ebenso beantwortet, wie Fragen zum vorzeitigen und freiwilligen Verlassen des Werks oder zum Thema Arbeitsdruck bei der Produktion mit weniger Personal. Das Arbeitsabkommen legt auch die Lohnfortzahlungen für das Zulieferer-Personal fest, falls Ford das Werk in Genk noch vor dem Jahresende 2014 dicht machen sollte.

Ab dem kommenden Dienstag arbeitet Ford nur noch mit einer Schicht und auf einer Produktionslinie. Das bedeutet auch weniger Arbeit bei den Zulieferern. Jetzt stehen nur noch die kollektiven Arbeitsabkommen für die Angestellten von Ford und bei den Zulieferern aus. Hier zeigen sich aber noch Probleme, denn das Statut von Arbeitern und Angestellten ist nicht das gleiche. Hier laufen die Verhandlungen noch weiter.