Was ändert sich ab dem 1. Juni?

So wie am Monatsanfang, gelten in Belgien auch ab dem Stichtag 1. Juni wieder einige neue Regelungen. Die flämische Nahverkehrsgesellschaft De Lijn erhöht z.B. ihre Tarife und auch Stromnetzbetreiber Elia verlangt höhere Gebühren.

Seit dem 1. Juni kostet eine einfache Fahrt mit einem Bus oder einer Tram von De Lijn etwas mehr Geld, denn die Nahverkehrsgesellschaft erhöht ihre Tarife um durchschnittlich 1,91 %.

Eine Fahrt innerhalb von einer oder von zwei Zonen kostet jetzt 1 €. Damit passt De Lijn ihre Tarife der heutigen demografischen Struktur im belgischen Bundesland Flandern an.

Ein Abo für Jugendliche, der so genannte „Buzzy Pass“, kostet fortan 182 € und ein Omni Pass für die Altersklasse der 25 bis 64jährigen steigt auf 237 €. Die Abonnements für Sozialschwache steigen um 36 € und das kostenlose Befördern von Rentnern wird derzeit ebenfalls in Frage gestellt, bleibt aber vorläufig bestehen.

Bei der Brüsseler Nahverkehrsgesellschaft MIVB/STIB kostet ein Monatsabo für Rentner jetzt schon 60 € und bei der TEC in Wallonien 36 €.

Netzbetreiber Elia erhöht die Tarife

Die Transmissionstarife des belgischen Stromnetzbetreibers Elia steigen pro Privathaushalt von 32 € auf 36 € und sogar auf 39 € für Haushalte, die jährlich mehr als 3.500 kWh an Elektrizität verbraucht. Elia sorgt für den Transport von Strom über das belgische Hochspannungsnetz und für den Unterhalt dieses Netzes.

Im Vergleich mit den Privatverbrauchern müssen die Großabnehmer von Strom, z.B. die Industrie oder die belgische Bahn, wesentlich tiefer in die Tasche greifen. Her erhöht Elia die Tarife um 29 % und kündigte an, ab dem 1. Januar 2014 noch einmal 10 % aufzuschlagen. Laut Elia bedeutet dies eine durchschnittliche Verteuerung der Stromrechnungen in Belgien um 1 oder 2%.

Andere Änderungen

Die Nutzer von Landwirtschafs- oder Forstfahrzeugen in Belgien, die von einer Freistellung der Verbrauchersteuer profitieren, können ab sofort ein neues Nummernschild beantragen. Dieses „Rotes Nummernschild“ genannte Kennzeichen mit dem Anfangsbuchstaben „G“ macht visuell deutlich, dass die jeweiligen Fahrzeuge berechtigt sind, roten steuerfreien Dieselkraftstoff zu tanken.

Die Preise für Bodenatteste im Zuge des Verkaufs von Grundstücken bzw. Häusern mit Garten steigen im belgischen Bundesland Flandern von 34 auf jetzt 50 €. Bodenatteste für die Grundbucheintragung von Parzellierungen steigen von jetzt 135 auf 200€. Dieser Preisanstieg wird mit der Finanzierung der Digitalisierung von Webschaltern und Informationsangeboten begründet und mit der Erstellung eines digitalen Katasterplans für Flandern.