Zug von Ostende nach Eupen 4 Stunden blockiert

Am Freitag mussten die Fahrgäste eines IC-Zugs von Ostende nach Eupen vier Stunden lang ausharren, bis sie weiterfahren konnten. Der Zug war auf der Hochgeschwindigkeits-Strecke zwischen Löwen und Lüttich durch einen technischen Defekt liegen geblieben.

Der Zug, ein an Freitagen immer vollbesetzter Pendlerzug, hatte rund 800 Fahrgäste an Bord und war kurz nach der Abfahrt in Löwen am Anfang der Schnellbahnstrecke auf der Höhe der Ortschaft Boutersem liegengeblieben. Aufgrund eines technischen Defekts viel die Lokomotive aus und konnte nicht wieder in Betrieb genommen werden.

Etwa die Hälfte der Fahrgäste wurde mit einem Ersatzzug zurück nach Löwen gebracht. Die anderen etwa 400 Reisenden mussten stundenlang ohne funktionierende Klimaanlage ausharren, ehe etwas geschah. Letztendlich wurde der Zug nach vier Stunden zurück nach Löwen geschleppt und von dort aus mussten die Fahrgäste in andere Züge umsteigen, um ihre Reise fortsetzen zu können.

Ann den Enden von Hochgeschwindigkeitsstrecken in Belgien sind stets Abschlepploks (kleines Foto) stationiert. Doch diese sind nicht permanent besetzt. Also musste erst noch ein Lokführer gefunden werden, der eine solche Lok fahren kann.

Der Vorfall sorgte für viele Verspätungen in der abendlichen Stoßzeit am Freitag, denn für die Dauer von rund vier Stunden konnte kein anderer IC-, ICE- oder Thalys-Zug über die Schnellbahn in Richtung Lüttich oder deutsche Landesgrenze fahren. Diese Züge wurden über die herkömmliche Linie via Tienen, Landen und Waremme umgeleitet, mit entsprechenden Verspätungen.