Rekord: Viele Konkurse im ersten Halbjahr 2013

13.800 Beschäftigte verloren im Laufe der ersten sechs Monate des Jahres 2013 in Folge von Konkursen in Belgien ihren Arbeitsplatz. Besonders ausgeprägt ist dieser Anstieg in diesem Jahr in der Region Brüssel. Auch in Flandern wirkt sich dies deutlich auf die Arbeitslosenrate aus.

Seit dem 1. Januar 2013 sind in Belgien 6.183 Unternehmen in Konkursgegangen. Das ist die höchste jemals während eines Halbjahres registrierte Zahl von Unternehmenskonkursen, wie das Wirtschaftsbüro Graydon herausfand und bekanntgab. 13.800 Arbeitsplätze gingen in Folge dieser Konkurse verloren.

Im ersten Halbjahr 2012 fiel diese Zahl noch um 11 % geringer aus. Der Anstieg in diesem Jahr war besonders ausgeprägt in der Region Brüssel-Hauptstadt. Die meisten Konkurse wurden in der Baubranche und im Einzelhandel verzeichnet.

Arbeitslosenrate in Flandern angestiegen

Die Zahl der Arbeitssuchenden im belgischen Bundesland Flandern ist im Juni 2013 im Vergleich zum gleichen Monat des vergangenen Jahres um 9,3 % angestiegen. Das bedeutet, dass 206.000 Personen auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle sind. Nach Angaben von Landesarbeitsminister Philippe Muyters (N-VA) ist dies die höchste Zahl seit sieben Jahren.

Derzeit sind etwas mehr Männer in Flandern arbeitslos, als Frauen. Dies liegt nach Angaben des Ministers daran, dass in den vergangenen fünf Jahren viele Stellen in der Industrie verlogen gingen und gerade hier sind eher Männer beschäftigt.

Jugendarbeitslosigkeit

Dramatisch stieg auch in Flandern die Zahl der jugendlichen Arbeitslosen, denn hier gingen die Zahlen im Vergleich mit dem Monat Juni im letzten Jahr um 12 % nach oben. Dies liegt in diesem Sommermonat nicht nur am großen Zustrom von Schülern, Studierenden und Jugendlichen mit abgeschlossener Berufsausbildung, die am Ende des Schul- bzw. Ausbildungsjahrs auf den Arbeitsmarkt strömen, sondern auch an der Wirtschaftskrise.