Doping im Fitnesszentrum

Bei Untersuchungen in ostflämischen Fitnesszentren haben die Ermittler festgestellt, dass einer von drei Besuchern Doping nimmt. 6 Fitnesszentren sind im Mai kontrolliert worden: Von 60 getesteten Besuchern waren 20 positiv.

Nach dem positiven Ergebnis im Fitnesszentren mussten die Dopingbenutzer auch eine Hausdurchsuchung hinnehmen, bei der ebenfalls leistungsfördernde Mittel gefunden wurden.

"Regelmäßige Kontrollen sind mehr als verantwortet", sagt Jurgen Coppens, Sprecher der Genter Gerichtspolizei und des Teams "Medizinisch verantwortungsvoll Sport treiben": "Das zeigen auch die jüngsten Resultate".

Die Ergebnisse bestätigen den Trend: Doping dringt in neue Gesellschaftsschichten ein, in denen der Gebrauch banalisiert wird. Wer Doping nimmt, greift auch gerne zu anderen Produkten, darunter Melanotan (Selbstbräuner) oder Schlankheitspillen, ohne sich um die Gesundheitsrisiken zu scheren.

"Diese Produkte schaden nicht nur der Gesundheit, sondern verursachen auch andere Leiden wie Erektionsstörungen, geschrumpfte Hoden, Leberprobleme, Vergrößerung des Busenvolumens, ...", so Jurgen Coppens. Oft wirkt sich der Dopingmissbrauch auch auf das Privatleben aus: Häusliche Gewalt oder Selbstmord kommen häufiger vor.

 

Nur in einem einzigen Fitnesszentrum wurde kein Dopingmissbrauch festgestellt: In diesem Zentrum trainieren ausschließlich Frauen.