Zwei neue Royals im Fokus

Wenn Filip am 21. Juli König wird, treten Prinzessin Mathilde und Prinzessin Elisabeth in den Vordergrund. Mathilde wird Königin der Belgier und ist die erste Königin mit belgischen Wurzeln. Elisabeth, als Erstgeborene des Königspaars, wird die neue Kronprinzessin.

Genau wie Filip wird auch Mathilde in den kommenden Monaten mit Argusaugen beobachtet. Kann sie, die als spontaner und freundlicher geltende "bessere" Hälfte des Königspaars, dem stets etwas hölzern wirkenden Filip und dem  belgischen Königshaus helfen, mehr Bürgernähe zu erlangen?

Die aus Bastogne stammende Adlige ist von Beruf Logopädin und engagiert sich als Kronprinzessin vor allem für soziale Belange.

Dass sie als Belgierin sowohl Französisch als auch Niederländisch spricht, ist von Vorteil.
Ihre Schwiegermutter Paola war Italienerin, die vorige Königin Fabiola Spanierin. Und auch die vier ersten Königinnen stammten aus dem Ausland: Leopold I. ehelichte Louise Marie aus Frankreich, Leopold II. nahm die Österreicherin Maria Hendrika zur Frau, Albert I. die bayrische Prinzessin Elisabeth und Leopold III. die schwedische Prinzessin Astrid. Seine zweite Frau, die Belgierin Lilian Baels, ist nie Königin geworden.

Ein Frau als Thronfolgerin?

Elisabeth, die Erstgeborene, wird ihrem Vater eines Tages auf den Thron folgen. Auch das ist eine Neuheit, denn bis zur Abschaffung des salischen Gesetzes aus dem 6. Jahrhundert, war der belgische Thron bis 1991 einem männlichen Erben vorbehalten. 

Elisabeth ist heute 11 Jahre alt, aber sie wird mehr als zuvor im Scheinwerferlicht stehen. Sie besucht das 5. Schuljahr einer niederländischsprachigen Grundschule in Brüssel.