"Teilstaaten mit nötigem Respekt behandeln"

Kris Peeters (CD&V), der Ministerpräsident des belgischen Bundeslandes Flandern, sagte in einem Gespräch mit der flämischen Tageszeitung De Standaard, dass König Filip die Realität der sechsten belgischen Staatsreform anerkennen müsse und dem entsprechend Länder und Regionen wertschätzen solle.

Am 21. Juli, dem belgischen Nationalfeiertag, wird Kronprinz Filip als siebter König von Belgien vereidigt. Im Vorfeld hat Flanderns Landeschef Peeters eine Empfehlung ausgesprochen, die unmissverständlicher nicht sein kann.

„Der König muss mit der Realität Rechnung tragen. Flandern ist der größte Teilstaat und der wirtschaftliche Motor Belgiens. Nach der Ausführung der sechsten Staatsreform liegt der Schwerpunkt mehr denn je bei den Teilstaaten. Der wäre nicht weise, wenn er dies nicht anerkennen und nach seinem Wert schätzen würde.“

Nach Ansicht des flämischen Ministerpräsidenten muss der König ein Interesse daran haben, regelmäßig mit Ländern und Regionen in Kontakt zu stehen und diese „mit dem nötigen Respekt behandeln.“ König Albert II. habe stets ein großes Interesse gegenüber Flandern gezeigt, so Peeters im Gespräch mit der Samstagsausgabe von De Standaard.