Am 21. Juli wird Kronprinz Filip zu König Philippe

Kronprinz Filip hat wenige Tage vor seiner Eidesleistung für das Amt des Königs eine wichtige Entscheidung getroffen. Als Staatsoberhaupt wird er alle offiziellen Dokumente mit dem Namen Philippe unterzeichne, also in der französischen Schreibweise seines Namens, so, wie es in seiner Geburtsurkunde geschrieben steht.

In Flandern ist der Kronprinz als Filip bekannt. Das ist die niederländische Schreibeweise des Namens Philippe. Eigentlich müsste es sogar nach alter niederländischer Schreibweise Flips heißen, also Filip mit „s“.

Der zukünftige König wird demnach alle offiziellen Dokumente, die seiner Signatur bedürfen, mit „Philippe, König der Belgier“ unterzeichnen, ungeachtet der Sprache, in der sie verfasst sind. Belgien hat ja bekanntlich drei Landessprachen: Niederländisch, Französisch und Deutsch.

Die belgische Bundesregierung muss dieser offiziellen Schreibweise des Namens allerdings noch zustimmen.

Seit je her hat ein belgischer Kronprinz zwei Namen, die von der jeweiligen Schreibweise der Landessprache Niederländisch oder Französisch abhängen, doch als Monarch kann er nicht das eine Dokument in der einen Sprache und das andere Papier in der anderen Sprache unterzeichnen, denn solche offiziellen Dokumente haben nun mal rechtsbefindlichen Charakter.

Kronprinz Filip hat sich demzufolge für den Namen Philippe entschieden, so, wie er in seiner Geburtsurkunde steht. Dies soll auf keinen Fall als politisches Statement gewertet werden, wie ein Insider aus dem Palast dazu meinte.

Münzen und Briefmarken

Wie jetzt bekannt wurde, werden neue belgische Euromünzen mit dem Konterfei des neuen Monarchen unseres Landes ab 2014 in Umlauf gebracht. Auch die heute Bpost genannte belgische Post ist dabei, sich dem neuen König anzupassen. Hier werden bereits neue Briefmarken entwickelt, die ebenfalls das Konterfei des neuen Königs tragen werden.

Die neuen Briefmarken werden deutlich früher in Umlauf gebracht, als die Euromünzen. Die alten Briefmarken, die noch König Albert II. zeigen, bleiben weiter gültig, werden aber im Laufe der Zeit verschwinden. Sammler sollten sich aber bereits damit eindecken, denn jetzt sind noch ausreichend Exemplare sowohl in Umlauf, als auch noch in den Postlagern vorrätig.