Belgien verweist über 2.400 EU-Bürger des Landes

Belgien hat im vergangenen Jahr mehr als 2.400 Bürgern aus der Europäischen Union die Aufenthaltsgenehmigung entzogen, 56 % mehr als im Jahr davor. Die Betroffenen begangen entweder Sozialbetrug oder nutzten wiederrechtlich unsere Systeme.

Die Sozialämter in Belgien sind untereinander heute wesentlich besser vernetzt und auch die Kontakte zu Unternehmen aus dem Bereich ABM, die z.B. Arbeitsplätze über die so genannten „Dienstleistungsschecks“ schaffen, tauschen ihre Informationen mit den Sozialämtern und den Ausländerbehörden mehr und mehr aus.

Dadurch können jetzt Empfänger von Soziallleistungen aufgespürt werden, die schon seit Jahren unrechtmäßig von den belgischen Systemen profitieren. Das Ausländeramt kann die Angaben jetzt prüfen und fand alleine im vergangenen Jahr über 2.400 Sozialhilfeempfänger, die aus EU-Staaten kamen, aber eigentlich kein Recht auf staatliche Zuschüsse oder bezuschusste Arbeitsplätze in Belgien hatten.

Manche bezogen Arbeitslosengelder oder arbeiteten im Bereich Dienstleistung über ABM-Maßnahmen, weil sie lediglich fiktive Entlassungspapiere von vorherigen Jobs vorlegten. Die meisten des Landes verwiesenen EU-Bürger stammen aus Rumänien.