Weniger CO2-freundliche Autos verkauft

Nach Angaben der belgischen Verbandes der Automobil-Industrie, Febiac, haben Privatleute in unserem Land wieder mehr Fahrzeuge ohne zusätzliche Schadstoff-Filter gekauft. Firmenwagen allerdings sind in letzter Zeit eher sauberer geworden, wie die flämische Sonntagszeitung De Zondag meldet.

Seit letztem Jahr haben Firmenfahrzeuge die Privatwagen in Sachen Umweltfreundlichkeit eingeholt. Auch in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres haben Privathaushalte eher ein Fahrzeug ohne zusätzliche Ruß- oder CO2-Filter erworben. Früher lag der durchschnittliche CO2-Ausstoß bei Firmenwagen rund 10 % höher, als bei Privatwagen.

Doch seit 2012, als die belgische Bundesregierung die Zuschüsse für den Ankauf von CO2-freundlichen Autos gestrichen hatte, geht die Tendenz wieder in die andere Richtung und der Effekt ging verloren, wie Joost Kaesemans vom Automobilverband Febiac gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion angab:

„Seit der Abschaffung der föderalen Zuschüsse auf den Kaufpreis bei umweltfreundlichen Fahrzeugen und seit der Trendwende von Dieselwagen hin zum Benzinauto werden tatsächlich mehr Fahrzeuge mit weniger sauberen Antrieben erworben.“

Eine durchschnittliche Familienkutsche stößt heute wieder 4 Gramm CO2 mehr aus, als noch im Jahr 2011. Firmenwagen allerdings sind in den vergangenen Jahren sauberer geworden, wie Febiac feststellen konnte. Hier nahm der Schadstoffausstoß innerhalb von 2 Jahren um rund 12 Gramm pro gefahrenen Kilometer ab.

Joost Kaesemans von Febiac ist der Ansicht, dass die Autofahrer und Verbraucher eine neue Sensibilisierungskampagne brauchen, um sich wieder mehr auf umweltfreundliche Wagen zu besinnen: „Die Autohersteller konstruieren ihre Fahrzeuge Jahr für Jahr umweltfreundlicher aber wir haben steuerliche Anstöße nötig, um den Kunden die saubersten und grünsten Autos schmackhaft zu machen.“