König Philippe muss Steuern zahlen

Der künftige König Philippe wird zwar brutto die gleichen finanziellen Zuwendungen erhalten wie sein Vater sie bisher bekam, nämlich 11,5 Millionen Euro pro Jahr. Allerdings wird er auf diesen Betrag Abgaben leisten müssen: Mehrwertsteuern und Akzisen. Die Regierungsspitze hat am Montagabend diesen Beschluss gefasst. Der flämische Nationalist und Kammerabgeordnete Theo Francken (Foto) hält es für eine gute Sache, dass der künftige König auch Steuern zahlen müsse. Gleichzeitig betont er aber gegenüber dem VRT-Radio, dass dies wieder ein typisch belgischer Kompromiss mit "verpassten Chancen" sei.

König Philippe bekommt wie sein Vater 11,5 Millionen Euro, aber nach Abzug von Mehrwertsteuern und Akzisen wird er rund 700.000 Euro weniger haben.

Der flämische Nationalist und Kammerabgeordnete Theo Francken findet die Entscheidung einerseits gut, denn damit werde der "rote Diesel" in Laken und die "steuerfreie Zapfsäule" beendet. Allerdings findet Francken andererseits auch, dass man damit die Chance verpasst habe, den künftigen König den Personensteuern und den Sozialbeiträgen zu unterwerfen. Außerdem sei es wieder der Steuerzahler, der die Heizkosten im Köngispalast bezahlen müsse.

Theo Francken ist zudem der Meinung, dass das Königshaus endlich transparenter werden müsse. Es gebe da noch eine lange Liste mit anderen Kosten, so Francken noch. Insgesamt belaufe sich der Betrag auf 30 Millionen Euro, inklusive Kosten für Sicherheitsdienste, die Yacht von König Albert II, Stromrechnungen usw.