70 belgische Soldaten nach Mali abgeflogen

Am Mittwochmorgen hat sich eine Gruppe von 70 belgischen Soldaten vom Brüsseler Militärflughafen Melsbroeck aus auf den Weg nach Mali gemacht. Die Belgier gehören zu einer von der EU organisierten Mission zur Ausbildung von malischen Soldaten. Belgische Soldaten werden auch europäische Ausbilder bei ihrer Arbeit bewachen.

Der Bürgerkrieg in Mali wütet seit etwa einem Jahr. Seit Beginn des Jahres ist Frankreich in den Konflikt verwickelt, denn das Land kämpft in seiner ehemaligen Kolonie gegen bewaffnete islamistische Gruppierungen.

Jetzt erhält die Regierung Malis auch Hilfe von Seiten der Europäischen Union, die Truppen sendet, die das malische Militär ausbilden sollen. Die belgischen Soldaten, die im Rahmen dieses EU-Mandats aktiv sind, werden in geringem Maße ebenfalls Ausbildungsmaßnahmen ergreifen, sollen aber in erster Linie für die Sicherheit der anderen EU-Truppen während der Ausbildung sorgen.

Leutnant Frederik Lin erklärte am Mittwochmorgen gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion, wie vor Ort vorgegangen wird: „Konkret werden wir die europäischen Ausbilder, die den malischen Soldaten Unterrichte geben, absichern. Wir eskortieren sie auf dem Weg von ihrem Camp zum Flughafen und wir werden mit einer ‚quick reaction force‘ eingreifen, falls es zu Zwischenfällen kommt. Wir werden nicht pro aktiv auftreten, sondern nur im Rahmen von Ausbildungsaufgaben.“

Die Soldaten der belgischen Einheit kommen größtenteils aus der Kaserne von Leopoldsburg in der Provinz Limburg. Sie bleiben für die Dauer von drei Monaten in der malischen Hauptstadt Bamako.