4G-Ausbau: Bald schneller surfen in Brüssel?

Die Brüsseler Regionalregierung passt das System der Strahlennormen in der Hauptstadt ab, um mobiles Surfen im Internet in Zukunft zu beschleunigen. Die Strahlennorm von 3 Volt pro Meter bleibt bestehen, doch das Brüsseler 4G-Netz wird mit deutlich mehr Antennen ausgestattet.

Eine Bedingung für den Ausbau des Brüsseler 4G-Netzes ist eine engere Zusammenarbeit der verschiedenen Mobilfunkanbieter und Internetoperatoren. Die Regionalregierung wird die Strahlennorm in Zukunft nicht mehr für jede Art der Technologie einzeln messen, sondern die Norm von 3 Volt pro Meter wird auf das gesamte Netz festgelegt.

Im Grunde werden in den kommenden Wochen und Monaten 350 zusätzliche Antennen an insgesamt rund 200 Orten in Brüssel, z.B. auf den Dächern von öffentlichen Gebäuden installiert. Das soll die niedrige Strahlung kompensieren. Doch der Ausbau des 4G-Netzes zum superschnellen Surfen im Internet in Brüssel wird noch seine Zeit in Anspruch nehmen. Die Regionalregierung muss ihr verabredetes Abkommen erst noch in Gesetzestexte fassen und, wie bereits angedeutet, müssen die 200 zusätzlichen Antennen erst noch installiert werden. Die Rede ist von einem ab 2014 operativen 4G-Netz, dass den heutigen Ansprüchen der mobilen Telekomwelt entsprechen kann.

Für den belgischen Telekom-Multi Belgacom ist das Problem eines ausbleibenden rapiden Mobilfunk- und Surfnetzes mit dem entsprechenden Brüsseler Regierungsabkommen also noch nicht ganz vom Tisch. Belgacom bietet 4G bisher in 130 belgischen Städten und Gemeinden an und will auf absehbare Zeit der größte entsprechende Operator in Belgien werden. Base und B.Lite stehen in den Startlöchern. Bei Base steht in Brüssel offenbar noch nichts und B.Lite will 4G nur in Brüssel anbieten und zwar in Form des TD-LTE-Formats. Allerdings werden in Belgien derzeit noch keine kompatiblen Smartphones für dieses Format angeboten.