Küste: Armbändchen, damit Kinder nicht verloren gehen

Die Stadt Blankenberge, Studio 100 und Child Focus haben am Samstag für Armbändchen für Kinder geworben. Auf den Armbändchen stehen Name des Kindes und Telefonnummer der Eltern, so dass sie, wenn sie sich verirren, leicht wiedergefunden werden können. Die Fernsehfigur Biene Maja höchstpersönlich verteilte auf dem Deich die Bänder an die Kinder.

Blankenberge hatte als erste Küstengemeinde beschlossen, nicht mehr mit den Symbolpfählen am Strand zu arbeiten, sondern solche Bänder auszuteilen. Die Pflöcke mit den verschiedenen Symbolen darauf, die am Strand aufgestellt sind, hätten ihr Ziel verfehlt, heißt es bei der Stadt. Häufig hätten die Kinder stundenlang  bei einem Rettungsposten auf ihre Eltern warten müssen. Die Touristen hätten den Symbolen viel zu wenig Beachtung geschenkt.

Während des ganzen Sommers würden rund 500 Kinder verloren gehen. Einmal seien es sogar an einem Tag 84 gewesen, heißt es weiter.

Die Figuren von Studio 100 sprächen die Kinder jedoch an. Die Bänder seien bei den Kindern besonders beliebt und erreichten daher sehr viele Menschen. Am Samstagmittag wurde die Biene Maja von Kindern umringt, die mit ihr auf ein Foto wollten.

Mit der originellen Kampagne vom Samstag würden die Bändchen gut unter die Leute gebracht, so die Stadt noch.

Das Projekt wird auch vom Kindersuchwerk Child Focus, dem Magazin Dag Allemaal und der Versicherung Ethias unterstützt.

Insgesamt wurden 250.000 Bänder bestellt. Davon sind inzwischen schon über 40.000 verteilt worden. Sie werden vor allem über Händler am Strand selbst vergeben. Außerdem informieren die Rettungsschwimmer am Bahnhof von Blankenberge die Menschen über die Existenz dieser Armbänder.