Riskieren aufgehetzte Eltern im Fall De Blokkendoos Prozess?

Der Bürgermeister von Antwerpen, Bart De Wever (Foto), rät den Opfern falscher Verdächtigungen im Fall des Kindergartens und der Grundschule 'De Blokkendoos', Anzeige gegen die Anstifter der Massenhysterie zu erheben. Das schreibt die Zeitung Het Nieuwsblad am Sonntag.

Ende Juni hatten Eltern von Kindern, die den Kindergarten und die Grundschule 'De Blokkendoos' besuchen, tagelang demonstriert, nachedem eine Mutter behauptet hatte, dass ihr Kind sexuell von einer 23-jährigen Kindergärtnerin missbraucht worden sei.

Aufgrund dieser Aufregung musste die Schule sogar bereits eine Woche vor Beginn der Sommerferien schließen. Die Staatsanwaltschaft hatte Ermittlungen aufgenommen und jetzt scheint es keinen einzigen Hinweis auf Missbrauch zu geben.

Trotzdem mussten sich die Kindergärtnerin und der Schuldirektor verstecken, weil sie bedroht wurden. Auch jetzt werden sie noch immer auf gewissen Webseiten beschimpft.

"Das muss echt aufhören", sagt De Wever. "Die Verantworltichen sollten, wenn es nach mir ginge, möglichst streng bestraft werden. Alle Betroffenen können mit einer Anzeige rechnen, so dass ein entsprechender Prozess folgen kann."