Genk: Grünes Licht für E.ON-Biomasse-Kraftwerk

Flanderns Landesumweltministerin Joke Schauvliege (CD&V) hat dem deutschen Energiekonzern E.ON eine vorläufige Genehmigung für den Umbau des Kohlekraftwerks in Langerlo in der Provinz Limburg in eine Biomasse-Zentrale gegeben. Die Provinz Limburg hatte E.ON bereits den Betrieb einer solchen Anlage erlaubt, doch dagegen protestierten Umweltverbände.

In erster Instanz steht dem Umbau des Kohlekraftwerks von Langerlo bei Genk in Limburg in eine Biomasse-Zentrale und dem Betrieb durch die Verbrennung von Holzpellets nichts durch E.ON mehr im Wege. Das Kraftwerk soll maximal 200 Megawatt Elektrizität erzeugen - ausreichend Strom für die Versorgung von bis zu 850.000 Haushalten.

Flanderns Umweltministerin Joke Schauvliege (CD&V - Foto) verwarf durch ihre vorläufige Erteilung der Genehmigungen Proteste von Umweltverbänden, die gegen die entsprechenden Zulassungen durch die Provinz Limburg in Berufung gegangen waren. Der Umweltbund BBL, Natuurpunt und der WWF legten Beschwerde ein, denn ihrer Ansicht nach sei die Verbrennung von Holzpellets in Biomasse-Zentralen nicht unbedingt nachhaltig und sie befürchteten Lärmbehinderung durch die Anlage für die Anwohner.

Die Umweltministerin argumentierte mit einem vorläufigen positiven Gutachten der flämischen Umweltkommission und mit einer Rohstofferklärung von Seiten E.ONs, die der öffentlichen Abfallgesellschaft OVAM vorliege. Darin garantiere der deutsche Energiekonzern den Ankauf von Pellets, die allen notwendigen Kriterien von Nachhaltigkeit, Respekt vor den Menschenrechten bei der Produktion und von Umweltverträglichkeit entsprechen würden. Das von E.ON zur Genehmigung vorgelegte Dossier entspreche zudem den geltenden Emissionsnormen.

Die Ministerin besteht allerdings noch auf der Einhaltung von bestimmten Werten von Emissionen in der Luft, von Messverpflichtungen und Geräuschnormen, bevor sie die definitive Betriebsgenehmigung erteilen wird, wie verschiedene flämische Medien zu diesem Thema meldeten.