Wegfall Karenztag kostet Unternehmen Millionen

Ab dem 1. Januar 2014 fällt in Belgien der Karenztag weg, der erste Krankheitstag von Arbeitern, bei denen bisher keine Löhne ausbezahlt wurden. Dieser Wegfall, ein Teil des Abkommens zum Einheitsstatut von Arbeitern und Angestellten, kostet jährlich 56 Mio. €. 40 Mio. € müssen die Unternehmen aufbringen, den Rest trägt der Staat.
B. BOISSONNET / BSIP

Diese Zahlen meldet die flämische Wirtschaftszeitung De Tijd nach Berechnungen des Personaldienstleisters SD Worx. Vor zwei Wochen einigten sich die belgische Bundesregierung und die Sozialpartner auf ein Einheitsstatut für Angestellte und Arbeiter.

SD Worx führte Stichproben durch und berechnete die Kosten für das Abfangen des weggefallenen Karenztages bei den Arbeitern auf 56 Mio. €. SD Worx beruft sich unter anderem auch auf Statistiken des Sozialsekretariats in Belgien, die ergaben, dass im vergangenen Jahr 101.038 nicht bezahlte Karenztage registriert wurden.

Von den 56 Mio. € Mehrkosten, die das Abschaffen des Karenztages mit sich bringt, trägt der belgische Staat 16 Mio. €. Den Rest müssen die Unternehmen, bzw. die Arbeitgeber aufbringen. Kritiker des Einheitsstatutes und der Abschaffung des Karenztages gaben an, dass dies mit über 600 Mio. € jährlich zu Buche schlagen würde, doch diese Zahlen nannte Bundesarbeitsministerin Monica De Coninck (SP.A) schon vor Tagen völlig überzogen.