"Welchen Familiennahmen trägt das Kind?"

Der Ministerrat der belgischen Bundesregierung hat einem Gesetzesvorschlag von Bundesjustizministerin Annemie Turtelboom (Open VLD) zugestimmt, der es in Zukunft erlaubt, einen neugeborenen Kind sowohl den Familiennamen des Vaters oder der Mutter zu geben. Auch Doppelnachnahmen werden so möglich.

Das neue Gesetz soll den Eltern von in Zukunft in Belgien geborenen Kindern mehr Freiheit bei der Vergabe des Nachnamens bieten, wie Justizministerin Annemie Turtelboom (Open VLD - kleines Foto) dazu angibt:

"Ich glaube, dass wenn man keine einzige Wahl hat und nur der Name des Vaters möglich ist, muss es doch auch möglich sein können, einem Kind den Namen der Mutter zu geben oder sogar einen Doppelnamen."

Die Justizministerin glaubt, dass die freie Wahl des Nachnamens auch einen gewissen Schutz gewähren kann. Sie ist allerdings froh darüber, dass ihre Kinder den Namen ihres Vaters tragen und nicht Turtelboom heißen:

"Ach ja, meine Kinder sind durch den Namen ihres Vaters unglaublich geschützt und dieser Name gibt ihnen eine sehr große Freiheit. Also ich bin heute froh darüber, aber das hängt eher mit meiner Funktion zusammen."