Te Deum: Gesamte Königsfamilie ist gekommen

In der Sankt-Michaels- und Sankt-Gudulakathedrale in Brüssel wurde der belgische Feiertag an diesem Sonntag traditionell mit dem Te Deum begonnen. Aufgrund des Thronwechsels hat in diesem Jahr ausnahmsweise die gesamte königliche Familie am Te Deum in Brüssel teilgenommen.

Kurz vor 9 Uhr begrüßte Monseigneur André-Joseph Léonard, Erzbischof von Mechelen-Brüssel, der die Feier leitete, die königliche Familie am Eingang der Kathedrale.

Erst kamen könig Albert und Königin Paola in die Kathedrale. Ihnen folgten Prinz Philippe, Prinzessin Mathilde und die anderen Mitglieder der Familie. Die anwesenden Gäste in der Kathedrale begrüßten die königliche Familie mit Applaus.

Normalerweise nehmen die Prinzenpaare traditionell am Te Deum, mit dem der Thronbesteigung des ersten belgischen Königs, Leopold I., gedacht wird, in den verschiedenen großen Städten des Landes teil.

Da jedoch König Albert II. am heutigen Sonntag abdankt und sein Sohn Kronprinz Philippe als neuer König der Belgier vereidigt wird, ist dies ein außergewöhliches Te Deum.

Das klassische und gregorianische Te Deum wurde durch einen Chor von 12 Personen unter der Leitung von Arnaud Van De Cauter, Organist der Notre-Dame du Sablon/Onze-Lieve-Vrouw ten Zavel, gesungen.

Nach dem Te Deum: Jubel vor der Kathedrale

Nach dem Te Deum, als König Albert II. und Königin Paoloa sowie  Prinz Philippe und Prinzessin Mathilde die Treppenstufen der Kathedrale hinabstiegen, wurden sie von tausenden Menschen bejubelt.

Der König nahm sich ausgiebig Zeit, um mit den Menschen, die ganz vorne stehen, zu sprechen. Immer wieder war "vive le roi", "es lebe der König" zu hören.

Aus der Menge hörte man auch "Soyez heureux" (Viel Glück") und "Reposez vous" ("Genießen Sie Ihren Ruhestand") sowie "bedankt voor de koningschap" (Danke für Ihre Zeit als König).

Kleine Geschenke und zahlreiche Blumensträuße überreichten die Menschen vor allem Albert und Paola. Langes Händeschütteln folgte und in Chören sangen auch viele junge Leute immer wieder "Merci Albert, Merci".