Obergrenze für Spitzenlöhne in Flandern

Die flämische Regierung hat entschieden, dass die Manager der öffentlichen flämischen Einrichtungen nicht mehr verdienen dürfen als der flämische Ministerpräsident. Das macht rund 242.000 Euro im Jahr mit eventuell variablen Vergütungen von 20 Prozent auf Jahresbasis. Die belgische Regierung denkt ebenfalls über solche Begrenzungen nach.

Die flämische Regierung hat einen Gesetzesentwurf verabschiedet, in dem die Löhne von Managern in ihren Einrichtungen begrenzt werden.

Außer Begrenzungen auf feste und variable Löhne umfasst das Abkommen auch eine Regelung zu Abfindungen. Eine Abfindung darf in den Vertrag mit dem Manager aufgenommen werden, wird aber auf maximal ein Jahresgehalt begrenzt. Ein steuerlich interessanter Umweg über eine Managementgesellschaft für die Auszahlung des Lohns wird damit ausgeschlossen.

Ärzte des Universitätskrankenhauses Gent sind von der Regelung ausgenommen. Außerdem darf die flämische Regierung beschließen, von dieser Lohnnorm abzuweichen, wenn die Marktlage dies erfordert.

Der Entwurf enthält auch einige Aspekte von so genannter ordentlicher Führung. So muss in allen flämischen Einrichtungen ein deontologischer Kodex gelten, schreibt die Zeitung Het Nieuwsblad.

Die Föderalregierung will ebenfalls den Lohn von Spitzenmanagern in öffentlichen Einrichtungen begrenzen. Nur ist man hier mit einem Entscheidungsprozess im Verzug.