Regierung verabschiedet Volkskredite

Mit sogenannten Volkskrediten verschafft die belgische Bundesregierung den Unternehmen eine neue Möglichkeit der Kapitalbeschaffung. Die haben es momentan aufgrund der Finanzkrise besonders schwer haben, sich auf dem Kreditmarkt Geld zu leihen. Betroffen sind insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen.

Die Bedingungen zur Kreditvergabe werden immer komplexer. Daher wollen die zuständigen Minister für Wirtschaft und Finanzen, Johan Vande Lanotte und Koen Geens das enorme Sparguthaben Belgier verstärkt einbinden.

Mit so genannten Volkskrediten soll das Geld auf den Sparkonten in langfristige Kredite für sozialökonomische Projekte der Öffentlichen Hand oder der Privatwirtschaft einfließen. Profitieren könnten somit beispielsweise Schulen und Krankenhäuser, aber auch kleinere und mittlere Unternehmen.

Das Geld soll über festverzinsliche Wertpapiere ausgezahlt werden. Um Anleger von dem Kreditmodell zu überzeugen, wird ein besonders günstiger Zinsertragssteuersatz von 15 Prozent statt der üblichen 25 Prozent berechnet. Die Mindestlaufzeit soll sieben Jahre sein. Bereits im November könnten die ersten Volkskredite vergeben werden. (Quelle: BRF)