Juni: Arbeitslosigkeit um 5,5 % gestiegen

Ende Juni lebten in ganz Belgien 431.532 Menschen vom Arbeitslosengeld. Das sind 22.499 oder 5,5 Prozentpunkte mehr als Juni des Vorjahres. Während der vergangenen drei Monate war die Arbeitslosigkeit im Schnitte um 3,9 % gestiegen. Im Juni hat sich die Lage am Arbeitsmarkt also weiter und deutlicher verschlechtert.

Die Zunahme war am ausgeprägtesten bei den Männern (+ 8,3 %). Bei den Frauen beschränkte sie sich auf plus 2,3 Prozentpunkte.

Geographisch stieg die Arbeitslosigkeit vor allem in Flandern (+ 9,2 %) aber weniger in Wallonien (+ 4,1 %) und Brüssel (1,8 %).

Ins Auge springt, dass vor allem die so genannte Jugendarbeitslosigkeit (unter 25 Jahren) zunimmt (+ 9,2 %). Bei den über Fünfzigjährigen beschränkt die Zunahme sich auf plus 3,1 % .

Belgiens Geschäftsklima im Juli leicht aufgehellt

Das belgische Geschäftsklima hat sich im Juli etwas stärker verbessert als erwartet. Wie die Belgische Nationalbank (BNB) mitteilte, stieg der Index um 0,8 Punkte auf minus 12,0 Zähler. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Anstieg auf minus 12,2 prognostiziert, nachdem der Index im Vormonat bei minus 12,8 notiert hatte.

Das Geschäftsklima verbesserte sich sowohl im verarbeitenden Gewerbe als auch im Handel. Bei den unternehmensbezogenen Dienstleistungen und in der Baubranche schwächte sich die Stimmung hingegen ab.

Ökonomen attestieren dem belgischen Index eine etwa vierteljährige Vorlauffunktion für die Eurozone. Zur Ermittlung des Geschäftsklimas befragt die belgische Notenbank rund 4.500 Unternehmen.