Unwetter: Viele Vorhaben ins Wasser gefallen

Wegen des Unwetters in der Nacht zum Sonntag in Belgien sind viele Veranstaltungen im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen. Allein bei der Feuerwehr in Antwerpen sind rund 500 Anrufe eingegangen. Das ist mehr als das Doppelte der üblichen Zahl von Meldungen bei Unwetter.

Das Unwetter hatte vielerorts Überschwemmungen zur Folge. "Wir haben die ganze Nacht mit unserer vollen Einsatzkapaziät gearbeitet, damit alle eingegangenen Meldungen berücksichtigt werden konnten. Insgesamt waren rund 80 Leute bei 250 Einsätzen tätig", heißt es bei der Feuerwehr.

Am Sonntagmorgen gegen 9 Uhr war die Hälfte der Anrufe abgearbeitet. Die restlichen Anrufe werden im Laufe des Sonntags bearbeitet. "Aufgrund der besonders hohen Zahl von Anrufen und weil auch weiterhin Anrufe eingehen, werde die Beantwortung der Anrufe noch den ganzen Tag andauern, heißt es in einer Pressemitteilung.

Pfadfinder übernachten auf Feuerwehrwache

Starke Windböen sind vor allem über den Norden der Provinz Luxemburg gezogen. 

Die Feuerwehr musste mehreren Pfadfindergruppen in den Ardennen helfen. Eine Gruppe musste die ganze Nacht auf der Feuerwehrwache La Roche-en-Ardenne durchbringen, heißt es bei der örtlichen Feuerwehr.

Viele Festivals unterbrochen

Auf mehreren Festivals hatten die Besucher mit den Wassermengen zu kämpfen. Auf dem Techno-Festival Tomorrowland sind rund 120 Zelte überschwemmt worden. Einige Bühnen wurden vorab sicherheitshalber geschlossen.

Auf dem Sfinks-Festival in Boechout musste ein Teil des Campingplatzes evakuiert werden. Dort sind 212 Zeltende woanders untergebracht worden. 

Auf Bruksellive ist ein Festivalzelt aus Sicherheitsgründen geschlossen worden. Und auf dem Suikerrock in Tienen beendete Sting wegen des heftigen Regens und des Windes vorzeitig ihr Konzert.