Tomorrowland: Gigantisch durchorganisierte Tanzparty

Das Tanz- und Techno-Festival Tomorrowland in Boom, Provinz Antwerpen, ist am gestrigen Sonntag nach drei Tagen zu Ende gegangen. Insgesamt wurden 180.000 Besucher registriert, trotz der vergleichsweise teuren Eintrittskarten. Am letzten Tag sind 25 Menschen wegen Drogendelikten, darunter 4 Dealer, erwischt worden. Außerdem wurde eine Person Opfer einer Messerstecherei.

Ein kanadischer Besucher des elektronischen Tanz- und Technofests Tomorrowland liegt seit Freitag im Krankenhaus. Der Grund ist vermutlich die Einnahme einer Überdosis an Drogen. Die Staatsanwaltschaft von Antwerpen hat in dieser Sache Ermittlungen aufgenommen.

Bei dieser neunten Ausgabe von Tomorrowland, dessen Gründer die belgischen Brüder Manu and Michiel Beers sind, war vor allem das Interesse aus dem Ausland groß. Die Stimmung war fast schon eine Woodstock-Atmosphäre.

© Stijn De Grauwe 2013

Nach starkem Unwetter in der Nacht zum Sonntag waren rund 100 Zelte überschwemmt worden. Am letzten Tag zeigte sich jedoch letztlich wieder die Sonne.

144 Belgier standen auf dem Programm des Festivals. Alt und Jung suchten das Festival auf, das völlig durchorganisiert war, vom Backstage über Fressbuden bis hin zu Events - wie eine Führung durch Brügge - vor Festivalbeginn plus der gigantischen Werbemaschine dahinter, die dafür sorgte, dass das Festival auch im Ausland bekannt wurde.

© Stijn De Grauwe 2013

"Ein geniales Fest" lautete das Echo von Australiern, Japanern, Deutschen und natürlich den Belgiern selbst. Übrigens wird es Ende September eine erste Wiederholung einer Tomorrowland-organisierten Veranstaltung, Tomorrowworld, außerhalb Belgiens geben, nämlich in Atlanta in den USA (Georgia). Und auch hier steht zum Beispiel David Guetta wieder auf dem Programm.

© Stijn De Grauwe 2013

Sfinksfestival lockt 72.000 Besucher an

In Boechout, ebenfalls in der Provinz Antwerpen, hat das vier Tage dauernde Sfinksfestival 72.000 Besucher angelockt und das war ebenfalls ein Erfolg. Die Besucherzahl war nämlich viel größer als erwartet. Dieses Festival war zum ersten Mal kostenlos.