Charta gegen Homophopbie

Die Stadt Antwerpen und der Verband für Homosexuelle, Lesben und Bisexuelle, das Rosa Haus, haben ihre Sportcharta präsentiert. Sie unterschrieben die Charta vor dem Hintergrund der am morgigen Mittwoch beginnenden World Outgames - das sind die Olympischen Spiele für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transpersonen - in Antwerpen. Die Charta soll Sportvereinen im Kampf gegen Diskriminierung von Homosexuellen und Lesben helfen und das mit Hilfe von einfachen Richtlinien.

Chloé Lenaerts vom Rosa Haus erklärte hierzu: "Darin stehen mehrere Punkte, damit sich Lesben und Schwule in Sportvereinen willkommen fühlen. Ich denke zum Beispiel daran, dass dafür gesorgt werden muss, dass ein Wettkampf abgebrochen wird, sobald Homophobieäußerungen fallen."

"Menschen, die wiederholt diskriminierend auftreten, müssen, falls nötig, aus dem Sportverein ausgeschlossen werden. Wenn es Konflikte gibt zwischen Homosexuellen, Lesben und Bisexuellen und anderen Mitgliedern innerhalb des Sportvereins, dann müssen diese ausdiskutiert und gelöst werden."

Mit der Unterzeichnung dieser Charta verpflichten sich die Sportvereine, -verbände und individuellen Sportler dazu, ihre Mitglieder und Kollegen respektvoll und gleichwertig zu behandeln und Homophobie zu bekämpfen.

World Outgames in Antwerpen

Die dritte Ausgabe dieses Sportevents für Schwule, Lesben und Bisexuelle, sowie für transsexuelle Menschen findet dieses Jahr in Antwerpen statt. Außer Wettkämpfen in etwa dreißig Sportarten findet auch ein dreitägiger Kongress über Menschenrechte statt.

Antwerpen ist in diesem Jahr auch eine Europäische Sporthauptstadt. Das Thema von Sporting A ist "Zusammenhalt durch Sport" und das ist ein Ziel, das sich die Organisation der World Outgames auf ihre Fahnen schreibt. Die Veranstaltung will alle zusammenbringen, ungeachtet des Alters, der Religion, des ethnischen Hintergrundes, der physischen Kondition oder der sexuellen Natur. Die World Outgames finden vom 31. Juli bis einschließlich 11. August statt.

UPP