Belgiens Nationalbank sieht leichtes Wachstum

Die belgische Wirtschaft verzeichnete im zweiten Quartal 2013 ein leichtes Wachstum um 0,1 % gegenüber den drei ersten Monaten des Jahres, wie die Nationalbank in einer ersten, allerdings vorsichtigen Schätzung feststellen konnte. Dies wäre das erste erkennbare Wachstum seit dem ersten Quartal 2012.

Im vergangenen Jahr trat die Wirtschaft in Belgien mehr oder weniger auf der Stelle und musste in manchen Bereichen leichte Verluste hinnehmen. Die gesamte ökonomische Aktivität in Belgien schrumpfte 2012 auf Jahresbasis im 0,1 %. Lediglich im zweiten Quartal konnte ein leichter Anstieg der Wirtschaftsaktivität im Bereich der Dienstleistung registriert werden. Gleichzeitig sank die Aktivität im Bauwesen und bei der Industrie leicht nach unten.

Die Nationalbank stellte fest, dass das leicht steigende Wachstum unter anderem auf eine stärkere Nachfrage der Verbraucher im Inland zurückzuführen ist. Während die Investitionen durch Privatwirtschaft und die öffentliche Hand in Belgien leicht sank, stieg der Konsum bei den privaten Haushalten in den vergangenen vier Monaten um 0,3 %.

Ende der Rezession in Sicht?

Vielleicht profitiert Belgien von merklichen Zeichen, dass sich die Europäische Union vorsichtig aus der Rezession befreien kann. In der vergangenen Woche konnte dieser Eindruck gewonnen werden, als der Einkaufsindex im Managerbereich den höchsten Stand seit 18 Monaten erreichte. Auch in den USA wächst die Wirtschaft seit etwa drei Monaten stärker, als erwartet. Hier stieg die wirtschaftliche Aktivität auf Jahresbasis 2012 sogar um anderthalb Prozent.