Zweitwohnung in Frankreich günstiger

Rund 100.000 Belgier unterhalten im Nachbarland Frankreich ein Ferienhaus oder eine Zweitwohnung. Die französische Regierung beschloss jetzt, die Zeit, in der Mehrwertsteuer auf zweite Wohnsitze von Ausländern im Land eingefordert wurde, zu kürzen.
AP2013

Wer in Frankreich eine Zweitwohnung oder ein Haus unterhält und regelmäßig bewohnt, der dort muss in nächster Zeit nur noch 22 Jahre lang Mehrwertsteuer auf den Wert des Hauses entrichten. Bisher lag die Dauer der Mehrwertsteuerzahlung, die an den französischen Staat abgeführt werden musste, bei 30 Jahren. Besonders hochwertige Häuser werden mit einer MWS von bis zu 34 % belegt.

Die Belgier, die in Frankreich ein Haus gekauft oder geerbt haben, mussten lange Zeit auf eine Freistellung bzw. eine Sendung der Jahre, in denen eine französischen Mehrwertsteuer entrichtet werden musste, warten. Ab dem 23. Jahr, in dem man dort eine Immobilie besitzt, gilt eine MWS-Freistellung und nicht mehr erst im 30. Jahr.

Offenbar will Frankreichs Staatspräsident François Hollande damit den Druck auf den Immobilienmarkt abbauen, denn der Handel dort wirkt seit einiger Zeit festgefahren. So wirkt sich die Kürzung der Mehrwertsteuerjahre auf zweite Wohnsitze von Ausländern auch positiv für potentielle Verkäufer von Immobilien aus, wie Analysten in Belgien erwarten. Das ist wiederum für Käufer aus Belgien interessant, denn hier sind Feriendomizile oder Zweitwohnungen in Frankreich sehr beliebt. Frankreich ist zum Beispiel eines der Lieblingsziele der Belgier im Urlaub.