Mechelen: Beauftragter für radikalen Islamismus

Die Stadt Mechelen setzt einen Beamten ein, der sich mit extremistischen jugendlichen Moslems auseinandersetzen soll. Mechelen erhält genau, wie die Städte Antwerpen und Vilvoorde staatliche Sonderzuschüsse, um Aktionen zu finanzieren, die moslemische Jugendliche davon abhalten sollen, in die Fänge von radikalen Islamisten zu geraten.

Die Zuschüsse für Mechelen fließen allerdings nicht, wie in Antwerpen und Vilvoorde, in bestehende Projekte, die die Tageszeitung Gazet Van Antwerpen am Freitag meldet. Hier wird ein Beamter eingesetzt, um sich mit dem Phänomen radikalisierter junger Moslems auseinander zusetzen.

Mechelens Sicherheitsberater Stef Christiaensen sagte dazu am Freitagmorgen gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion, dass der Beamte in einer ersten Phase das Phänomen in seiner Stadt einkreisen müsse:

„Wir gehen noch nicht davon aus, dass wir ein akutes Problem mit Radikalisierung haben. Aber man muss nicht erst auf desaströse Situationen warten. Man muss das Problem aufzeigen, um pro-aktiv und präventiv auftreten zu können. Der Beauftragte muss gemeinsam mit einer aus Frauen und Männern zusammengesetzten Lenkungsgruppe oder einem Begleitkomitee nachgehen, wie eine sinnvolle Vorgehensweise für Mechelen aussehen könnte.“

Bisher sind keine Fälle von jungen Islamisten aus Mechelen bekannt, die, wie aus anderen belgischen Städten, nach Syrien in den Heiligen Krieg gezogen sind. Von diesem Problem ist vor allem die Stadt Vilvoorde in Flämisch-Brabant am Brüsseler Rand betroffen.