Selbstmordversuch des Mordverdächtigen

Der 29 Jahre alte Hauptverdächtige des Mordes an Aurore Ruyffelaere, die am Rande der Gentse Feesten verschwand und einige Tage später ermordet aufgefunden wurde, hat versucht, sich das Leben zu nehmen. Laut Staatsanwaltschaft wurde der Mann aus „gesundheitlichen Gründen“ aus seiner Zelle in ein Krankenhaus verlegt.

Offenbar wurde der Verdächtige in akuter Lebensgefahr aus seiner Zelle im Gefängnis von Gent in ein Krankenhaus in Gent gebracht. Über seinen derzeitigen Gesundheitszustand wurde zunächst nicht bekannt, außer, dass er auf der Intensivstation liegt, wo er von der Polizei bewacht wird.

Normalerweise hätte der 29jährige an diesem Freitag vor dem Haftrichter erscheinen sollen. Ob dies unter den gegebenen Umständen möglich ist, sei dahingestellt. Seine Anwältin will jedenfalls diesen Termin verlegen lassen.

Aber, der Haftrichter kann auch entscheiden, dass die Anwältin als Vertreter des Verdächtigen auftreten soll und die Verlängerung der Untersuchungshaft auf diesem Wege anordnen. Möglich ist aber auch, dass der Termin auf den kommenden Dienstag verlegt wird.

Inzwischen gaben die Eltern der Verlobten des Verdächtigen an, ihre Tochter habe nicht gewusst, dass ihr Lebensgefährte große finanzielle Probleme hatte. Der Verdächtige selber, der sich auf Anraten seiner Anwältin psychologisch begleiten lassen wollte, stritt bisher ab, etwas mit dem Mord zu tun zu haben.

Allerdings liegen deutliche Hinweise vor, die belegen, dass der Verdächtige die junge Frau erwürgte, um sie auszurauben. Aufnahmen von Überwachungskameras zeigen ihn, als er mit der Bankkarte seines Opfers tanken ging bzw. mit der Karte Bargeld abhob. Er wurde zudem bei dem Versuch verhaftet, den Wagen seines Opfers zu verkaufen und die Leiche von Aurore Ruyffelaere wurde im Keller des Hauses (Foto) entdeckt, in der er wohnte.

Die zuständige Staatsanwaltschaft in Gent geht von einem Raubmord aus, da der Verdächtige einen sehr aufwändigen Lebensstil führte, den er sich als Küchengehilfe in einem Restaurant nicht haben leisten können.