“Flandern kann unabhängig werden”

Der N-VA-Parlamentarier Theo Francken (Foto) findet, Flandern könne problemlos unabhängig werden. Das erklärt er am Samstag in einem Interview mit der Zeitung De Standaard. Bedauernswert findet der flämische Nationalist, dass dieser Unabhängigkeitsgedanke von keiner flämischen Zeitung unterstützt wird.

Francken – der sich selbst ausdrücklich nicht für einen Hardliner hält - betont, dass bei den belgischen Parlamentswahlen von 2014 die Parteilinie der N-VA ein konföderales Belgien bleibt. Er stellt aber gleichzeitig klar, dass der nächste Schritt die flämische Unabhängigkeit sein muss.

„Das ist meine Überzeugung. Dieser Tag wird kommen. Flandern wird den gleichen Schritt gehen wie Katalonien und Schottland, die auch ihren eigenen Weg gehen wollen. Die nächsten Wahlen werden ein wichtiger Meilenstein“, so Francken in De Standaard.

Schade sei, dass keine flämische Zeitung den Unabhängigkeitsgedanken unterstützt. „Fast jeder zweite Flame stimmt für den Konföderalismus, aber die Medien bleiben kritisch. (…) Es wird Zeit, sich endlich auf die Zukunft einzustimmen. Dies ist eine demokratische Volksbewegung.“

„Flandern muss sich losreißen. Ich bin für eine unabhängige Republik“, so Francken. „Logistisch, organisatorisch und verwaltungstechnisch kann Flandern auf eigenen Beinen stehen, aber ich weiß nicht ob der Flame schon bereit ist für die Unabhängigkeit und das bleibt die eigentliche Grundsatzfrage.“