Abgelaufene Lebensmittel oft noch essbar

Ab sofort dürfen Supermärkte bestimmte Lebensmittel auch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums an die Lebensmittelbanken und andere Hilfsorganisationen ausgeben. Die Agentur für Lebensmittelsicherheit sorgte jetzt für eine legale Basis.

Die Agentur für Lebensmittelsicherheit stellte klar, dass es zwei verschieden Haltbarkeitsdaten gibt. Wenn auf der Verpackung des Produkts steht „zu verzehren bis“ verweist auf Sicherheitsrisiken eines abgelaufenen Produkts wie Fleisch. Diese dürfen nach dem Ablauf dieses Haltbarkeitsdatums nicht verzehrt werden, weil ein akutes Gesundheitsrisiko besteht.

Anders sieht dies bei der Bezeichnung “mindestens haltbar bis” aus. Dieses Haltbarkeitsdatum bezieht sich vor allem auf die Qualität des Produkts. Bis zu diesem Datum garantiert der Hersteller die Qualität, danach kann das Nahrungsmittel aber noch verzehrt werden.

Die Agentur veröffentlicht nun eine Liste mit Lebensmitteln, deren Verzehr auch nach Ablauf dieses Haltbarkeitsdatums unbedenklich ist. Chips beispielsweise seien auch noch zwei Monate nach dem Datum verzehrbar, Fruchtsaft sogar noch ein Jahr später.

Die Agentur für Lebensmittelsicherheit schafft so Rechtssicherheit, vor allem für Supermärkte. Bisher zögerten diese, den Lebensmittelbanken Waren abzugeben, die knapp am Verfallsdatum waren oder dieses knapp überschritten.