Wie sollen betrunkene Radfahrer bestraft werden?

Die flämischen Liberalen haben einen Gesetzesvorschlag vorgelegt, über den Radfahrer, die betrunken im Straßenverkehr erwischt werden, in Belgien nicht mehr so hart, wie bisher, bestraft werden sollen.

Derzeit werden Radfahrer, die in Belgien im Straßenverkehr mit mehr als 1,5 Promille Alkohol im Blut erwischt werden, mit Führerscheinentzug bestraft. Das halten die flämischen Liberalen von Open VLD für völlig überzogen, denn eine solch harte Sanktionierung sorgt bei vielen Radfahrern im Land für Unverständnis.

Sabien Lahaye-Battheu (kleines Foto), Abgeordnete der Open VLD im belgischen Bundesparlament, begründet den Vorstoß ihrer Partei folgendermaßen: „Wenn die Betroffenen verstehen, warum die eine bestimmte Strafe auferlegt bekommen, dann können sie ihr Verhalten auch anpassen. Ein betrunkener Radfahrer, der seinen Führerschein abgeben muss, versteht das nicht.“

Deshalb, so die Abgeordnete, sollte die Gesetzgebung hier angepasst werden und man sollte den Passus des Führerscheinentzugs herausnehmen, damit Radfahrer nur noch Bußgelder auferlegt bekommen, wenn sie zu tief ins Glas geschaut haben.