Halbjahresverlust bei Dexia von 905 Mio. €

Dexia, die Restbank der ehemaligen Dexia-Gruppe, gab am Mittwochmorgen ihre Halbjahresbilanz bekannt. Das Resultat ist ein Verlust von 905 Mio. €. Den Schaden trägt die öffentliche Hand, denn Dexia gehört der belgischen, der Luxemburger und der französischen Regierung.

Die Entwicklung der Dexia-Restbank, die nach der Abwicklung der durch die Krise in Turbulenzen geratenen Dexia-Allfinanz-Gruppe von den Regierungen Belgiens, Luxemburgs und Frankreichs übernommen wurde, ist rundweg negativ im ersten Halbjahr 2013.

Im ersten Quartal erlitt Dexia einen Verlust von 329 Mio. € und in den drei Folgemonaten stiegen die Verluste auf 576 Mio. €. Der Grund für die hohen Quartalsverluste liegt bei der Tatsache, dass die Kredite die Dexia vergab und das die Anlagen, die die Restbank unternahm, weniger einbringen, als die Zinssumme beträgt, die getilgt werden muss.

Zwar sind die Zinsen an sich eher günstig, doch zu hohe Abbuchungen und Verluste lassen die negativen Entwicklungen steigen und diese Vorgänge wiederholen sich jedes Quartal immer wieder.

Etwa die Hälfte des Halbjahresverlustes von Dexia geht zu Lasten der belgischen Steuerzahler. Ein größeres Risiko liegt allerdings bei den Garantien, für die Belgien, Frankreich und in geringerem Maße auch Luxemburg gerade stehen. Unsere drei Länder stehen für Dexia-Garantien in Höhe von 85 Milliarden € gerade. Die wichtigste Aufgabe der Restbank ist denn auch, diese Garantien weitestgehend abzusichern.

Finanzminister Geens nimmt den Vorgang zur Kenntnis

Belgiens Finanzminister Koen Geens (CD&V) nahm die Halbjahresbilanz von Dexia zur Kenntnis und bemerkte in einer entsprechenden Pressemitteilung, dass die Bilanz stark abbaue. Doch weiche die Politik der Restbank nicht wesentlich von der Vorgehensweise ab, die durch die EU-Kommission angenommen worden sei.

Die Regierung werde die Entwicklung der Dexia weiter verfolgen: „Wir bleiben wachen prioritär darüber, dass die Vorgänge, wie abgesprochen, gehandhabt bleiben. Dexia-CEO Karel De Boeck bestätigte, dass er dem Parlament weiter zur Verfügung stehe, um im Herbst für die nötigen Erläuterungen der weiteren Abwicklung des Plans zu sorgen, wie er das regelmäßig bereits tut.“