Immer mehr Zechpreller in Belgiens Gaststätten

Die Zahl der Zechpreller, die Cafés, Kneipen oder Restaurants ohne die Begleichung ihrer Rechnung verlassen, ist im vergangenen Jahr um 15 % angestiegen, wie der neutrale belgische Selbständigen-Verband NSZ bekannt gibt. Ein Grund dafür könnte laut NSZ das Rauchverbot sein.

Jüngsten entsprechenden Erhebungen zufolge steigt die Zahl der Zechpreller in Belgiens Gaststätten stark an. 2011 wurden 547 Fälle offiziell gemeldet und im vergangenen Jahr 629. Das Problem dabei ist nach Angaben des NSZ, dass die Täter selten bis nie gestellt werden. Einige werden von den Gaststättenbetreibern selbst gestellt, doch in einigen Etablissements gelingt so etwas nie. Die Gaststätten bleiben also meist auf den Kosten sitzen.

Nach Ansicht der Interessenverbände hat dies zwei Gründe: Zum einen wird vieles auf die Krise abgeschoben und zum anderen muss auch das allgemeine Rauchverbot in Belgiens Gaststättengewerbe dafür herhalten. Kunden müssen nach draußen gehen, um zu rauchen und dies erhöhe den Reiz, gar nicht erst zum Bezahlen wieder hineinzugehen, so der NSZ.

Um Zechprellern zuvorkommen zu können verlangen heute viele Gaststätten, dass ihre Kunden jede Bestellung sofort bezahlen, vor allem in Kneipen und Cafés. Doch dies kommt nicht bei jedem Kunden gut an. Aber, die Gaststätten können nur schwerlich Extrapersonal einstellen, nur um auf den Terrassen oder vor der Türe der darauf zu achten, dass auch alle Kunden bezahlt haben.